Den BDS-Aktivisten den Krieg erklären.

Gilad Erdan: Die beste Verteidigung ist ein starker Angriff

(Aus dem englischen Text von Benjamin Weinthal, Jerusalem Post, 24.03.2017) 

http://www.jpost.com/Arab-Israeli-Conflict/Taking-the-war-to-the-BDS-activists-485087

Gilad_Erdan

Gilad Erdan, Minister für Öffentliche Sicherheit. (Photo: MARC ISRAEL SELLEM)

Israel befindet sich in einem Krieg gegen die BDS-Kampagne („Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen“), der präventive Maßnahmen beinhaltet, um potenzielle Auswirkungen auf den jüdischen Staat einzudämmen, teilte Gilad Erdan, der israelische Minister für Öffentliche Sicherheit, der Jerusalem Post vergangenen Mittwoch in einem umfangreichen Interview mit.

Erdan wies Kritik an dem Handeln seines Ministeriums zurück und sagte, in einem Krieg bräuchte man einen Plan, um den Gegner in die Defensive zu zwingen.

Seine Strategie scheint zu aufzugehen und sie hat BDS-Aktivisten und ihre Sympathisanten schon aus dem Konzept gebracht.

„Wir versuchen, Informationen und Nachrichten über BDS-Aktivisten auf der ganzen Welt zu sammeln, um vorsagen zu können, was sie tun werden“, gab Erdan en, der am 7. Mai das Wort an die jährliche Jerusalem-Post-Konferenz in New York City richten wird.

Seine wichtigste Vorgehensweise: schnell von einer Verteidigungshaltung zu einer durchsetzungsfähigen, offensiven Methode wechseln.

Eines der jüngsten Beispiele dieser Strategie ist das israelische Einreiseverbot für den britischen Hardcore-BDS-Aktivisten Hugh Lanning, der vermutlich Verbindungen zur Terrororganisation Hamas hat. Ein anderes Beispiel ist die Nutzung öffentlich zugänglicher Informationen, um eine kleine Gruppe von Israelis zu identifizieren, die den Staat auf wirtschaftlicher Ebene attackieren.

Ein Mittel, das der maßlosen Kritik des BDS in einem Beitrag der Zeitung Haaretz den Wind aus den Segeln genommen hat.

„Wir wissen, dass BDS-Aktivisten Verbindungen zu terroristischen Organisationen haben und in Israel einreisen wollen, um uns zu schaden“, erklärte Erdan. Er wies die Haaretz-Schlagzeile und Artikel zurück, die im wesentlichen behauptete, Erdan wolle eine „Datenbank“ israelischer BDS-Unterstützer anlegen, als schlicht unrichtig zurück.

„So etwas gibt es nicht“, erläuterte Erdan. „Wir arbeiten mit offenen Quellen aus dem Internet“, um ein strategisches Portfolio zu entwickeln. Die Anzahl der Israelis, die den BDS aktiv unterstützen und mit der Kampagne zusammenarbeiten, beträgt „nur ein paar Dutzend. Wir sehen nicht, was sie in ihren Computern haben. Das wäre absolut illegal.“

Erdan sagte, die BDS-Kampagne „habe das Potenzial, eine große strategische Bedrohung für Israel zu werden“ und „erschwere der IDF und der Polizei die Verteidigung ihrer Bürger.“

Der Dreh- und Angelpunkt von Erdans Strategie ist es, aufzuzeigen, dass das erklärte Ziel der BDS-Kampagne, massive Zugeständnisse für die Palästinenser zu erreichen, nicht der Realität entspricht, da sie sich in Wirklichkeit gegen die Existenz Israels richtet. Kurz gesagt handelt es sich um eine moderne Form des uralten, tödlichen Antisemitismus. „Die Ideologie hinter der BDS-Kampagne ist, dass Juden kein Anrecht auf einen Staat haben“, sagte er.

Erdan sieht das kürzlich genehmigte Knesset-Gesetz, das ausländische BDS-Aktivisten an der Einreise nach Israel hindert, als Entsprechung zu Gesetzen in Ländern wie den USA, Großbritannien und Deutschland, die Ausländern, die als Sicherheitsrisiko gelten, die Einreise verweigern.

Die Empörung in gewissen Kreisen über Reisebeschränkungen für ausländische BDS-Aktivisten resultiert aus „doppelten Standards“, die versuchen, Israel anders darzustellen, sagte Erdan. Das Anti-BDS-Reisegesetz macht Anfang diesen Monats die Runde auf Twitter.

„BDS-Aktivisten interessieren sich nicht für Menschenrechte in irgend einem anderen Land. Sie kämpfen nie um Flüchtlinge in Syrien. Warum kümmert es sie nicht?“, fragte er und hatte gleich die Antwort parat: „Sie sind Antisemiten“ und er fügte hinzu: „Israel ist der 
sicherste Ort zum Leben für einen Moslem.“

Erdan will, dass Führer der lateinamerikanischen und afroamerikanischen Communities und Gewerkschaften in den USA Israel zu besuchen, damit sie die „israelischen Werte“ erleben. Er will nicht „die junge Generation im Westen verlieren, weil sie den Konflikt nicht versteht.“

Sein Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit Studenten und jungen, progressiven Juden in den USA zu intensivieren. „Es ist wichtig, parteiübergreifend die Unterstützung für Israel zu gewährleisten – bei Demokraten und Republikanern“, erklärte Erdan und fügte hinzu, dass neue Technologien „es einfacher machen, ein Netzwerk von Lügen und Hetze gegen Israel zu schaffen“.

Die Bedrohung durch BDS sei potenziell stark, aber sie könne „nicht gewinnen und hat keine großen Erfolge erzielt“, sagte der Minister. Diese Aussage wurde neulich durch einen Bloomberg-Geschäftsbericht unterstützt, der aufzeigte, dass die Kampagne die israelische Wirtschaft nicht geschädigt hat. Erdan betonte, dass die Bemühungen zur Bekämpfung der Kampagne sich nicht „gegen Menschen richten, die mit der Politik der israelischen Regierung nicht einverstanden sind. Es gibt eine klare Linie zwischen Meinungsverschiedenheiten und dem Boykott von Israel. Kritik an der israelischen Regierung ist völlig legitim.“

Gefragt nach der kürzlich erfolgten Verhaftung von Omar Barghouti, einem in Katar geborenen Palästinenser und BDS-Mitbegründer, der in Israel einen ständigen Wohnsitz hat und mit einer Israelin verheiratet ist, wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung, sagte Erdan: „Das wird ein Gericht entscheiden“ und das der Fall nichts mit den Boykott-Bestrebungen zu tun habe.

„Eines der wichtigsten Werkzeuge“ ist die Austrocknung des BDS-Finanzsumpfs, um die Finanizerung der Terrorgruppen zu stoppen, gab er an und erwähnte die wachsende Zahl von Anti-BDS-Gesetzen in Frankreich, Großbritannien und den USA. Erdans Warnungen an Finanzinstitute in Deutschland – einschließlich der Commerzbank als zweitgrößte Bank der Bundesrepublik – und in Österreich spielten bei der Schließung mehrerer BDS-Bankkonten in Mitteleuropa eine Rolle.

„Wer BDS-Organisationen den Zugang zu Bankkonten ermöglicht, unterstützt damit die BDS-Kampagne. Banken, die solche Konten aufrechterhalten, sollten sich gründlich darüber im Klaren sein, dass sie in den USA und anderen Ländern mit strengen Anti-BDS-Gesetzen in Konflikt geraten. Diese Länder haben BDS-Konten bereits aus rechtlichen Gründen geschlossen und wir fordern andere dazu auf, dasselbe zu tun“, sagte Erdan Anfang März zur Jerusalem Post.

Sein Ziel war die südafrikanische First National Bank und deren Konto der „Mutter“ der globalen Anti-Israel-Bewegung – BDS Südafrika. Diese Gruppe diente 2015 als Geldbeschaffer der PFLP („Volksfront zur Befreiung Palästinas“) der palästinensischen Terroristin Leila Khaled.

Die österreichische BAWAG Bank schloss im Juni 2016 ein BDS-Konto, nachdem die Organisation Khaled beherbergt hatte.

„Antisemitischer“ deutscher Lehrer gab sich als Jude aus, um antiisraelische Ziele zu unterstützen

Die Tatsache, dass Lehrer Christoph Glanz sich „als Jude ausgegeben hat, zeigt, dass er sich seinen antisemitischen Zielen auf fanatische Art widmet“, sagt der Chef-Nazijäger des Simon Wiesenthal Centers.

(Aus dem englischen Text von BENJAMIN WEINTHAL, Jerusalem Post, 10.10.2016)
http://www.jpost.com/Diaspora/Antisemitic-German-teacher-posed-as-a-Jew-to-push-anti-Israel-agenda-469858

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Pro-BDS-Demonstration in Berlin. (photo credit:REUTERS)

Ein Lehrer im deutschen Bundesland Niedersachsen, der einen vollständigen Boykott Israels befürwortet, hat sich als Jude ausgegeben, um eine Petition zu unterzeichnen, die dazu aufruft, dass alle palästinensischen Flüchtlinge in den jüdischen Staat zurückgeschickt werden sollen.

Die Online-Petition mit dem Titel „Juden für palästinensisches Recht auf Rückkehr“, wurde von der Jerusalem Post am Samstagabend entdeckt. Das antiisraelische-Dokument von 2013 behauptet auch, „das zionistische Regime leugnet offiziell die Nakba, das ethische Äquivalent der Holocaust-Leugnung.“

Von Jerusalem aus sagte Efraim Zuroff, Chef-Nazijäger des Simon Wiesenthal Centers, der Jerusalem Post am Montag, dass die Tatsache, dass der Lehrer Christoph Glanz sich als Jude ausgegeben habe „zeigt, dass er sich seinen antisemitischen Zielen auf fanatische Art widmet.“

Zuroff fuhr fort: „Es ist absolut heimtückisch“, dass Glanz seine Identität gefälscht habe, um den „Hass auf Israel“ zu fördern.

Gegen den Lehrer läuft im Moment eine Untersuchung der Niedersächsischen Schulbehörden wegen vermutetem Antisemitismus und der Verletzung der politischen Neutralität im öffentlichen Dienst.

Mehrere Presseanfragen an Glanz, sowohl über seine Schule IGS Flötenteich in der norddeutschen Stadt Oldenburg, wie auch an seine E-Mail-Adressen, wurden nicht beantwortet.

Neben der Unterzeichnung der anti-israelischen Petition im Abschnitt für Juden, fügte Glanz seinen Namen auch im Abschnitt für „Verbündete“ hinzu. Die Petition wurde von einem who-is-who an Extremisten unterzeichnet, die sich gegen den jüdischen Staat wenden.

Palästinensische Offizielle und Anti-Israel-Aktivisten geben an, dass die Zahl der palästinensischen Flüchtlinge sieben Millionen übersteige. Israel argumentiert, dass eine millionenfache Rückkehr von Palästinensern und ihren Nachkommen eine existenzielle Frage der Sicherheit sei, die den jüdischen Staat auslöschen würde.

Glanz legte sich eine zweite Fake-Identität zu, um die gegen Israel gerichtete BDS-Organisation zu unterstützen. Er verwendet den Fake-Namen Christopher Ben Kushka, um Boykott-Aufrufe in ganz Deutschland und den den sozialen Medien zu verbreiten. Im November 2015 hielt er eine Pro-Boykott-Rede in einem städtischen geförderten Kulturzentrum in München unter dem Pseudonym Christopher Ben Kushka.

Die jüdische Gemeinde in Oldenburg gibt an, Glanz nutze den jüdischen klingenden Name Ben Kushka, um sich vom Vorwurf des Antisemitismus zu schützen.

In einem Artikel der im September auf einer anti-zionistischen US-Website veröffentlicht wurde, in der Glanz einen BDS-Artikel geschrieben hatte, hieß es, er hätte „das Pseudonym Christopher Ben Kushka angenommen, um es ihm auch weiterhin zu ermöglichen Palästina zu besuchen.“

Die hebräisch-sprachige Tageszeitung Israel Hayom veröffentlichte ein Interview mit Michaela Engelmeier, einer bekannten Sozialdemokratin im Bundestag, dem deutschen Parlament, die der Jerusalem Post zuvor gesagt hatte, Glanz sei ein „Rassist und Antisemit.“

Israel Hayom berichtete auch über Glanz‘ Kommentar, man solle Israel abbrechen und den jüdischen Staat in das südwestliche deutsche Bundesland Baden-Württemberg verlagern.

Engelmaier, die sich zur Zeit in Israel befindet, sagte Israel Hayom: „Sie wissen nicht, mit wem sie es zu tun haben. Kein Antisemit oder Nazi wird mich zum Schweigen bringen. Die Angriffe gegen mich ermutigen mich nur und beweisen mir, wie wichtig meine Mission ist. “

Glanz sagte einer pro-palästinensischen Webseite, der Vorwurf des Antisemitismus gegen ihn sei „absurd“.

Die Jerusalem Post berichtete erst im September von Glanz‘ offensichtlicher Billigung der Auslöschung Israels und einer Umsiedlung der Juden nach Deutschland.

Bianca Schöneich, eine Sprecherin der staatlichen Schulbehörden, sagte gegenüber der Post, dass die Untersuchung in Bezug auf Glanz andauere.

Für das Phänomen anti-israelischer Deutscher, die vortäuschen Juden zu sein, um Israel in ein schlechtes Licht zu rücken, gibt es Präzedenzfälle.

Im Jahr 2010 sagte Edith Lutz, eine nicht-jüdische Deutsche, der die israelische Seeblockade des Gazastreifens an Bord des Katamarans Irene zu durchbrechen versuchte, sie sei zum Judentum konvertiert. Deutsche Medienberichte deckten auf, dass sie nicht zum Judentum konvertiert war, aber die Irene wurde das „jüdische Boot“ genannt und so errang es große Medien-Aufmerksamkeit wegen der Anwesenheit einer kleinen Anzahl von Juden an Bord.

Im Jahr 2012 musste eine nichtjüdische deutsche Dichterin und Anti-Israelische-Aktivistin zugeben, dass sie ihren angeblichen Dienst in den israelischen Streitkräften während des ersten Libanonkrieg frei erfunden hatte.

„Ich sagte, ich wäre in der IDF gewesen“, aber „es war eine Lüge,“ sagte Irena Wachendorff, 51, sagte der Jerusalem Post. Sie hatte entschlossene Pro-Israel-Aktivisten als „die Neonazi-Truppe unter den Juden“ bezeichnet, und erklärte ihre Unterstützung für die Hamas im Gazastreifen.

Jennifer Pyka, eine deutsche Investigativ-Journalistin in München, fand Beweise, die Wachendorffs angeblicher jüdischen Identität widersprachen.

Keine Juden?

Ich bin sicher, viele von Ihnen haben die Behauptung gehört, dass jüdische Gemeinschaften in Judäa und Samaria, dem „Westjordanland“, ein Hindernis für den Frieden wären.

Ich bin sicher, viele von Ihnen haben die Behauptung gehört, dass jüdische Gemeinschaften in Judäa und Samaria, dem „Westjordanland“, ein Hindernis für den Frieden wären.

Diese Auffassung hat mich schon immer verblüfft.

Denn es würde ja auch niemand ernstlich behaupten, dass die fast zwei Millionen Araber, die in Israel leben – dass sie ein Hindernis für den Frieden wären. Einfach darum, weil sie es nicht sind. Im Gegenteil.

Die Vielfalt Israels zeigt seine Offenheit und die Bereitschaft zum Frieden. Doch die palästinensische Führung verlangt tatsächlich einen palästinensischen Staat unter einer Voraussetzung: keine Juden.

Es gibt einen Begriff dafür: das nennt sich ethnische Säuberung.

Und diese Forderung ist unfassbar.

Es ist noch unfassbarer, dass die Welt das nicht unfassbar findet. Einige andersartig aufgeklärten Länder fördern diese Unfassbarkeit sogar.

Fragen sie sich selbst: würden sie ethnische Säuberungen in ihrem Land akzeptieren? Ein Territorium ohne Juden, ohne Hispanics, ohne Schwarze?

Seit wann ist Doppelmoral ein Fundament für den Frieden?

In diesem Moment spielen jüdische Schulkinder in Judäa und Samaria mit ihren Freunden im Sandkasten.

Verhindert ihre Anwesenheit den Frieden?

Das glaube ich nicht.

Ich denke, es die Intoleranz der Anderen, die Frieden unmöglich macht. Gesellschaften, die alle Menschen respektieren, sind diejenigen, die Frieden anstreben. Gesellschaften, die ethnische Säuberungen verlangen, streben keinen Frieden an.

Ich kann mir einen nahen Osten vorstellen, in dem junge Araber und junge Juden zusammen lernen, zusammen arbeiten, zusammen Seite an Seite in Frieden leben.

Unsere Region braucht mehr Toleranz, nicht weniger.

Wenn Sie also das nächste Mal jemanden sagen hören, dass Juden irgendwo nicht leben dürfen, geschweige denn in der Heimat ihrer Vorfahren, nehmen sie sich einen Moment Zeit, um die Auswirkungen dessen zu bedenken.

Ethnische Säuberung für den Frieden ist absurd.

Es wurde Zeit, dass das mal jemand sagt.

Das habe ich gerade getan.

Abbas: „Die Bibel sagt, dass wir vor Abraham hier waren“

Englischsprachiger Artikel von Ari Yashar 06.06.2016 unter http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/213345#.V1iUbyjJTDr

Chef der PA entlarvt sich selbst mit der Behauptung „Palästinenser entwickelten hier vor 6.000 Jahren ein Alphabet“ – während sein Berater „5.000 Jahre Geschichte“ reklamiert.

PA-Vorsitzender Mahmoud Abbas
PA-Vorsitzender Mahmoud Abbas

Archäologische Funde haben jeden denkbaren Anspruch auf eine Geschichte des palästinensischen Volkes schon lange widerlegt, aber diese Nachweise haben Mahmoud Abbas als Vorsitzenden der PA (Palästinensische Autonomiebehörde) nicht davon abgehalten, fälschlicherweise zu behaupten, die Palästinenser hätten schon vor dem biblischen Abraham in Israel gelebt.

„Palestinian Media Watch“ (PMW) veröffentlichte am 30. Mai wiederholte Aussagen von Abbas und dessen religiösen Berater, die in den vergangenen Monaten auf dem offiziellen TV-Sender der PA die historisch falschen Behauptungen untermauerten, die Palästinesner hätten seit „5.000“ oder „6.000“ Jahren (je nachdem, wen man fragt) in Israel gelebt.

In einer Ansprache auf dem offiziellen TV-Sender der PA sagte Abbas vergangenen März „Unsere Geschichte sagt, dass wir seit der Zeit vor Abraham in diesem Land sind. Nicht ich sage es. Die Bibel sagt es. Die Bibel sagt – in diesen Worten – dass die Palästinenser vor Abraham existierten. Also warum erkennt Ihr mein Recht nicht an?“

PMW legte Abbas‘ Äußerungen offen und stellte klar: „Diese Behauptung über die Bibel ist falsch. Die einzige Bibelstelle, auf die sich Abbas beziehen könnte, ist der Text, dass Abraham eine lange Zeit Fremdling im Land der Philister war (Genesis 21:34). Allerdings gibt es zwischen den Philistern und den palästinensischen Arabern von heute keinerlei Verbindung. Die Philister waren ein Volk griechischen Ursprungs, das sich in Kanaan ansiedelte und neben den israelitischen Stämmen lebte.“

„Die Palästinenser, die ja Araber sind, können keine Vorfahren im Land aus biblischen Zeiten haben und eine israelitische oder judäische Staatsbürgerschaft reklamieren, denn Araber erreichten dieses Gebiet erstmals 637 mit der muslimischen Invasion. Dass Palästinenser in der Bibel nicht erwähnt werden, bedarf wohl kaum der Erklärung“, erklärte PMW.

Abbas berief sich in seinem Kommentar klar auf das palästinensische „Recht“ auf das Land – basierend auf seiner historischen Lüge – und zeigte damit, wie der Versuch einer Geschichtsfälschung durch die PA Teil seiner geplanten politischen Kampagne ist, seine Ansprüche zu legitimieren.

Das Fehlen einer tatsächlichen palästinensischen Geschichte wurde erst unlängst deutlich, als die PA im vergangenen Mai ihr Museum der palästinensischen Kunst, Geschichte und Kultur eröffnete – mit absolut nichts darin.

Im März hatte Abbas weitere historische Lügen über das Fernsehen verbreitet, als er die Existenz eines „kanaanäisch-palästinensischen“ Volkes auf 6000 Jahre zurückdatierte und darüberhinaus behauptete, dieses Volk hätte ein Alphabet erfunden.

„Dieses Land war nie ohne Volk, so haben wir seine Felsen und seinen Staub gepflanzt und seine Hügel seit Beginn der Zivilisation und der Schrift und der Entwicklung des kanaanäisch-palästinensischen Alphabets vor über 6.000 Jahren“ gab Abbas an.

PMW nahm die Lügen des PA-Vorsitzenden auseinander und wies darauf hin, dass das Schreiben nicht vor ca. 3.500 Jahren v. Chr. erfunden worden war.

„Das früheste kanaanäische Alphabet, von dem man annimmt, dass es der Urahn der meisten modernen Alphabete ist, wird auf 1.500 v. Chr. datiert“, so die NGO.

Abbas ist nicht der einzige, der bei der Verbreitung historischer Fälschungen im offiziellen PA TV erwischt worden ist, denn sein Berater in religiösen und islamischen Angelegenheiten und Oberster Scharia-Richter Mahmoud Al-Habbash hat sich in der Vergangenheit auch regelmäßig dadurch hervorgetan.

Erst Anfang Juni behauptete Al-Habbash in seiner Freitagspredigt, die Palästinenser wären vor 5.000 Jahren schon in Israel gewesen – noch vor Abraham.

„Sie (also die Juden) sind Diebe, die das Land gestohlen haben und die die Geschichte stehlen wollen, aber die Geschichte kann man nicht ändern oder verfälschen. Die Fakten sind Zeuge dafür. Wir sind seit 5.000 Jahren hier und haben dieses Land nie verlassen. Wir haben dieses Land nicht verlassen. Unsere Vorväter sind die monotheistischen Kanaanäer und Jebusiten. Sie sind diejenigen, die Jerusalem errichtet haben, noch bevor Abraham überhaupt hier war,“ behauptete Al-Habbash.

In seiner Predigt verbreitete A-Habbash auch eine andere unverschämte Lüge, indem er sagte „sie (die Juden) behaupten, dass es hier einen Tempel gab. Das sind unbegründete Ansprüche, Mythen, Gerüchte.“

Die Rede von Abbas’s Berater über die 5.000 jährige Volksgeschichte folgte ähnlichen Aussagen, die er am 1. April – ausgerechnet dem Tag der Falschmeldungen – verbreitet hatte, als er sagte „Die Palästinenser sind seit 5.000 Jahren in diesem Land. Natürlich waren wir die ersten, die in diesem Land gelebt haben.“

„Es gab niemanden vor uns. Es gab nie eine Zeit in der Geschichte dieses Landes, in der wir nicht hier gelebt hätten. Im Lauf der Jahrtausende haben viele dieses Land passiert und sind wieder verschwunden. Das Buch der Geschichte hat sie umgeblättert, aber das Land blieb – wie seine Einwohner und seine wahren Besitzer – unverändert. Die Besetzung ist eine vorübergehende Erscheinung, trotz aller Schmerzen und Leiden“ behauptete Al-Habbash.

Die Palästinenser sind „Tragödien-Touristen“ geworden.

Ryan-Bellerose

Ryan Bellerose

Englischsprachiger Artikel von Ryan Bellerose 7. September 2015
http://en.cijnews.com/?p=5745

Liebe Palästinenser,

Wir wollen mal ein paar Dinge klar stellen. Reklamiert keinen „Völkermord“, während Eure Bevölkerungszahlen gleichzeitig explodieren. Als einer, dessen Familie wirklich einen mitgemacht hat, sage ich Euch, dass Ihr diesen Sch*** weglassen solltet – es ist beleidigend und ärgerlich zugleich.

Ihr habt auch nicht „erlitten, was die Indianer erlitten haben“. Niemand hat Euch gezwungen, eine fremde Sprache zu sprechen oder einem fremden Gott zu huldigen und niemand hat Eure heiligen Orte gestohlen. Genau genommen ist es das, WAS IHR GETAN HABT. Ihr habt heilige Orte gestohlen, habt Einheimische gezwungen, arabisch zu sprechen und Gott als Muslime zu dienen. Lasst also auch diesen Teil weg.

Tatsächlich habt Ihr auch keinen Kampf um Bürgerrechte wie die Schwarzen in Amerika. Schwarze Menschen in Amerika sprengen keine Schulbusse oder Pizzerien voller Schulkinder in die Luft, um Gleichberechtigung zu erlangen, und ganz sicher sprechen sie nicht darüber, weiße Menschen ins Meer zu drängen.

Ihr seid nicht – wie Homosexuelle – für etwas, das außerhalb Eurer Kontrolle liegt, verfolgt worden. Niemand wirft Euch von Gebäuden, weil Ihr jemanden liebt, den Ihr nicht lieben solltet. Also auch hier: lasst das weg, es ist nicht neu – vor allem, weil einige von uns sich darüber im Klaren sind, dass Eure Gesellschaft Schwule nicht nur hasst, sondern sogar aktiv verfolgt. Ihr seid die Leute, die sie von Gebäuden werfen.

Und hört auf, Geschichten zu stehlen. Ihr habt dem, was man als „palästinensisch“ kennt, die Identität geraubt. Vor dem Zweiten Weltkrieg meinte man damit die Juden. Aber das ist OK, es ist ein kolonialistischer Begriff, und ich bin sicher, dass er meinen jüdischen Freunden auch nicht gefallen hat. Sie werden lieber Juden, Hebräer, Israeliten oder Israelis genannt; Ihr könnt Euren kolonialistischen Müll also in die Tonne kloppen.

Ihr meint, dass Euer Kampf der einzig wichtige in der Welt ist. Sobald irgendjemand anders es wagt, Probleme zu haben, springt Ihr sofort darauf an, um ihn daran zu hindern, seine 5 Minuten mediale Aufmerksamkeit zu haben, ohne dass Ihr Euch mit Eurem Anliegen mit hinein drängt.

Ferguson? Vergesst Ferguson, es ist Ferguson für Palästina! Black lives matter? Auf keinen Fall, Ihr hashtagt „blacklivesmatter“ nur, um dann sofort ein „palestinianlivesmatter“ dranzuhängen, denn Gott bewahre – ohne Euch darf nichts etwas gelten.

Ethnische Säuberung? Hm, warum leben dann eigentlich 0% Juden im arabischen kontrollierten Gebiet der Palästinensischen Autonomiebehörde und fast 2 Millionen Araber in jüdischen kontrollierten Gebieten? Ich denke mal, es ist klar, wer hier eine „ethnische Säuberung“ betreibt.

„Idle no more“, der Protest der indigenen Bevölkerung in Kanada und der USA gegen die Verletzung von Verträgen mit der Regierung? Ureinwohner-Rechte? Nichts da, es muss natürlich Palästina sein, das solidarisch zu den Rechten der Ureinwohner steht – obwohl es das gar nicht tut. Niemand hat uns einen Staat angeboten und wir befinden uns auf dem angestammten Land unserer Vorväter.

„Bring back our girls?“ Da waren die Menschen entsetzt, weil Muslime in Nigeria christliche Mädchen entführt haben und Ihr spielt auch hier den Trittbrettfahrer? Ernsthaft? Kommt schon, darüber musstet Ihr doch selber lachen. Das könnt Ihr ruhig zugeben.

Der Kampf der Indianer gegen den Siedlerkolonialismus? Nö, es ist immer ein „Von ganz egal wo, hin nach Palästina“, auch wenn jeder Drittklässler weiß, dass die Araber die Kolonialisten waren, die die ganze verdammte Region im 7. Jahrhundert erobert haben und die Einwohner ermordet und oder zum Islam zwangskonvertiert haben. IHR SEID NICHT DIE EINGEBORENEN DER LÄNDER, AUF DIE IHR ANSPRUCH ERHEBT. Sprecht mir nach: „Juden sind aus Judäa, Araber sind aus Arabien.“ Ihr könnt dort leben, aber hört auf, die Menschen zu unterdrücken.

Als 3 jüdische Kinder entführt (eigentlich ermordet) wurden, habt Ihr das gefeiert, habt Süßigkeiten verteilt, Ihr habt gelächelt und Eure Finger auf Fotos hochgehalten, um diese Schandtat zu feiern – und dann hattet Ihr die absolute Frechheit, den Hashtag #bringbackourboys darunter zu setzen? Ehrlich jetzt?

Nun ist die Leiche eines kleinen Jungen an einem türkischen Strand angespült worden; ein Opfer einer gleichgültigen Welt, die den Konflikt in Syrien und die Ausdehnung von ISIS toleriert hat (was Hunderttausende das Leben kostete), während die Welt zeitgleich die missliche Lage der Palästinenser beklagte – und Ihr ertragt nicht einmal, dass die Welt das wahrnimmt – schreckt nicht mal davor zurück, auch noch auf den Tod dieses Kindes aufzuspringen? Schämt Euch, schämt Euch, schämt Euch. Wenn Ihr ein Gewissen hättet – ja, Ihr würdet Euch schämen.

Ich könnte so weitermachen, denn – seien wir mal ehrlich: auf jede einzelne Tragödie, die die Welt in den letzten Jahrzehnten gesehen hat, folgte unmittelbar ein „…aber haben Sie gesehen, was die Juden den Palästinensern antun?“. Ihr seid Tragödien-Touristen geworden. Ihr habt keine eigene echte Tragödie, so dass Ihr gezwungen seid, zu übertreiben und zu andere vereinnahmen, und Ihr seid dabei schamlos.

Ja, ich habe gesehen, was in Gaza und den Gebieten unter palästinensischer Verwaltung passiert, und es ist nicht annähernd vergleichbar mit den Sachverhalten, auf die Ihr Euch ständig beruft. Es ist Zeit für Euch Leute, dass Ihr endlich mal erwachsen werdet – es geht nicht immer um Euch und nicht jeder Flüchtling ist ein einer, der sich seit 67 verdammten Jahren an seinem jämmerlichen Flüchtlingstitel festklammert. Einige von uns bewegen sich vorwärts, einige von uns bestehlen nicht ihre eigenen Leute und halten mit aller Gewalt einen Konflikt am Leben, um weiterhin Geld abzusahnen.

Wollt Ihr die Wahrheit wissen? Das ist der Grund, warum die Palästinenser keine nette Sachen haben können.

Mit absolut keinen Grüßen,

Ryan Bellerose

P.S.: Ihr dürft jetzt gerne die beleidigte Leberwurst spielen – komischerweise lässt mich das völlig unberührt.

„Die Palästinenser sind nicht Opfer der Besatzung, sie sind Opfer ihrer eigenen Führung“

Bassem Eid

Bassem Eid. Foto: Canada Israel Friendship Association

Übersetzung des englischsprachigen Berichts von Ilana Shneider, 14. März 2016
http://en.cijnews.com/?p=29851

Bassem Eid, geboren in der jordanisch besetzten Jerusalemer Altstadt und derzeit wohnhaft in Jericho, ist der Gründer und Geschäftsführer der palästinensischen Menschenrechtsorganisation „Palestinian Human Rights Monitoring Group“, die 1996 während der Oslo-Verhandlungen gegründet wurde, um Menschenrechtsverletzungen der palästinensischen Führung an palästinensischen Bürgern zu dokumentieren.

Bassem ist scharfer Kritiker der palästinensischen Verwaltung und einer der führenden Sprecher gegen die anti-israelische Boykottbewegung BDS, der den Mut hat, die Wahrheit über Israel oder den Nahost-Konflikt auszusprechen. Für seine Weigerung, Israel als den einzigen Urheber des israelisch-palästinensischen Konflikts zu bezeichnen, wurde er „Verräter“ genannt, seine Vorträge wurden gestört und seine jüngste Vorlesung an der Chicagoer Universität wurde von einem Anti-Israel-Mob gestürmt, so dass er sich gezwungen sah, den Hörsaal zu seiner eigenen Sicherheit mit einer Polizei-Eskorte zu verlassen.

Am 11. März 2016 sprach Bassem in Toronto.

Bassem begann das Gespräch mit der Aussage, dass entgegen der landläufigen Meinung nicht der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern der größte sei, sondern der zwischen zwei palästinensischen Fraktionen – der Fatah im Westjordanland und der Hamas in Gaza. Seit die Palästinenser 2007 geteilt wurden, als die Hamas gewaltsam den Gazastreifen übernahm, waren sie trotz mehrerer Versuche nicht in der Lage, irgendeine Form der Einheit zu wiederzuerlangen. Im Gegensatz zu Israel, das an einem Wiederaufbau in Gaza nach dem Krieg von 2014 interessiert ist, war weder die palästinensische Verwaltung in Ramallah noch Ägypten dazu bereit, sich dafür zu engagieren, wie Bassem erklärte.

„Wenn Sie den Nahen Osten heute betrachten, werden Sie feststellen, dass der palästinensisch-israelische Konflikt der am wenigsten bedeutsamste in Nahost ist. Als Palästinenser will ich weder in Syrien noch im Irak noch in Libyen oder im Jemen leben. Es wäre viel besser für mich und meine Kinder, unter Israelis zu leben. Das ist der sicherste Platz im Nahen Osten.“

Die ägyptische Regierung und die palästinensische Verwaltung sind wegen der Hamas nicht daran interessiert, Gaza wieder aufzubauen. Seit einigen Jahren führt die Hamas – die 2015 vom Europaparlament zur terroristischen Organisation erklärt wurde – eine Terrorkampagne auf der Sinai-Halbinsel. Die Hamas gewährt auch anderen Terrorgruppen, die im Sinai kämpfen, eine Art sichere Zuflucht im Gazastreifen. Das führte dazu, dass Ägypten Druck auf Gaza ausgeübt hat, um die Hamas loszuwerden – das schließt die Flutung von Terrortunneln ein und das Niederreißen von Wohngebieten mit Bulldozern, um die Pufferzone zwischen Gaza und Ägypten zu erweitern, den Bau einer unterirdischen Barriere, um den Tunnelbau von Schmugglern zu verhindern und die fast ständige Schließung des Grenzübergangs Rafah, so dass die Einwohner von Gaza in ihrer Enklave eingesperrt sind. Die palästinensische Verwaltung ist an einem Wiederaufbau nicht interessiert, weil Mahmoud Abbas der Meinung ist, dass das Erhöhen des Drucks auf Gaza seiner Fatah den Weg zurück zur Kontrolle über den Gazastreifen ebnen könnte, die sie 2007 nach der Machtübernahme der Hamas verloren hatte. Israel, so Bassem, möchte die Wiederaufbau-Bemühungen in Gaza unterstützen, ist aber besorgt, dass die Gelder und Baumaterialien für terroristische Infrastruktur genutzt wird – anstelle für den Wiederaufbau der zivilen Infrastruktur, die 2014 bei dem israelischen Verteidigungskrieg gegen die Hamas zerstört worden war.

Folgt man Bassem, ist der Hamas-kontrollierte Gazastreifen eines der Haupthindernisse für den Frieden zwischen den Palästinensern und Israel.

Seine schärfste Kritik gilt der palästinensischen Verwaltung in Ramallah. „Ich glaube, dass Abbas nur seine zwei Söhne und seine Frau repräsentiert. Niemand glaubt daran, dass Abbas in der Zukunft irgendeinen palästinensischen Staat schaffen wird. Wenn man Palästinenser danach fragt, was für sie heutzutage das allerwichtigste ist, sagen die meisten Arbeitsplätze.  Die Sicherung des Bildungssystems und eine Zukunft für meine Kinder. Niemand spricht über die Siedlungen oder Krieg oder die Gründung der Palästinenser; das bedeutet, dass die Mehrheit der Palästinenser heutzutage vor allem wirtschaftlichen Wohlstand wünscht und keinen Staat“ sagt er.

Bassem ist davon überzeugt, dass nur wirtschaftlicher Wohlstand zu einer Lösung für den palästinensisch-israelischen Konflikt führen kann. Seit der Unterzeichnung der Oslo-Verträge sind Hilfen in Milliardenhöhe nach Palästina geflossen. „Ist es mit Hilfe dieser Milliarden gelungen, auch nur einen Arbeitsplatz für Palästinenser zu schaffen? Die palästinensische Verwaltung interessiert sich überhaupt nicht für die Wirtschaft. Die einzigen, die sich überhaupt für die palästinensische Wirtschaft engagieren, sind die Israelis.“ Zusätzlich zu 92.000 Arbeitserlaubnissen, die es Palästinensern ermöglichen, in Israel zu arbeiten, hat das israelische Kabinett im Februar einen neuen Plan genehmigt, der 30.000 weiteren Palästinensern die Möglichkeit gibt, in der Bauwirtschaft, der Infrastruktur, der Produktion, der Landwirtschaft und anderen Bereichen zu arbeiten.

„Ägypten und Jordanien hatten uns 19 Jahre lang besetzt und uns nie einen Staat angeboten. Warum sollte Israel uns einen Staat anbieten?“

Der israelisch-palästinensische Konflikt hat für die internationale Gemeinschaft, die mit dem wachsenden Terrorismus im Nahen Osten und dessen Übergreifen auf Europa beschäftigt ist, keine Priorität mehr. In der Folge wächst der Zorn der palästinensischen Verwaltung – und um die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft zu gewinnen, greift sie auf Terrorismus zurück. Bassem glaubt, dass der Auslöser für die jüngste palästinensische Terrorwelle Abbas‘ Rede vor der UN im vergangenen September war. Kurz nach der Rede entfesselten die Palästinenser die immer noch aktive sogenannte „Messer-Intifada“, bei der dutzende Israelis ermordet und hunderte verletzt wurden. „Gewalt zieht die Augen der internationalen Gemeinschaft auf sich, die dann Druck erzeugt, um die Wiederaufnahme der Verhandlungen zu erreichen. Der einzige Profiteur dieses Sturms der Gewalt ist die palästinensische Verwaltung.“

Abbas hält diesen Kreislauf der Gewalt aufrecht, indem er die Terroristen als „Märtyrer“ ehrt, sich mit ihren Familien trifft und ihnen 2.000 – 3.000 Dollar bezahlt.

„Wenn Sie einen Präsidenten habe, der versucht, sein eigenes Volk zu opfern,  denke ich nicht, dass Sie von ihm erwarten sollten, dass er in irgendeiner Form Ihre Probleme löst. Die normalen Palästinenser haben nicht nur die internationale Gemeinschaft und die Vereinten Nationen satt, sondern in erster Linie die palästinensische Führung. Während die Menschen das Vertrauen in ihre Führung verlieren, sollten wir – denke ich – nicht die geringste Hoffnung darauf verschwenden, dass sich für den Konflikt in absehbarer Zeit eine Lösung findet.

„Wann werden die Palästinenser aufwachen? Wann wird die internationale Gemeinschaft aufwachen? Wann werden sie begreifen, dass die Palästinenser nicht die Opfer der Besetzung, sondern die Opfer ihrer eigenen Führung sind?“

„Die internationale Gemeinschaft versucht, mehr und mehr Druck auf Israel auszuüben und ignoriert dabei völlig den internen Konflikt der Palästinenser. Meine Botschaft heute ist es, aufzuzeigen, wie kaputt die palästinensische Gesellschaft ist. Wir müssen anfangen zu begreifen, dass wir ein Teil des Konflikts sind und dass wir für unseren Alltag verantwortlich sind, statt einzig und allein Israel dafür die Schuld zu geben.“

Es mag den Anschein haben, dass die meisten Palästinenser die aktuelle Welle der Gewalt unterstützen, weil sie stumm bleiben. Das tun sie nicht. Sie haben Angst, den Mund aufzumachen, aufzustehen und gegen dieses System zu protestieren. Die Messerattacken werden niemals irgendeine Unabhängigkeit bewirken und sie werden nicht unsere Probleme lösen.

Bassem klagt aber auch die internationale Gemeinschaft dafür an, dass sie die Anerkennung eines palästinensischen Staates erzwingen will. „Was für einen Staat wollt Ihr anerkennen? Wie könnt Ihr einen Staat anerkennen, der keine Infrastruktur und keine Wirtschaft hat und in dem sich 52% der Bevölkerung in Flüchtlingslagern befinden? Zeigt mir ein einziges arabisches Land, dessen Politiker einen palästinensischen Staat anerkennen wollen. Ich bezweifle, dass es im Moment auch nur einen arabischen Staat gibt, der sich ernstlich dafür interessiert.“

Zwischen 1948 und 1967 wurde Gaza von Ägypten verwaltet und das Westjordanland von Jordanien – und keiner der beiden möchte diese Gebiete zurückhaben. Bassem Eid findet es heuchlerisch, dass die Ägypter und Jordanier an Israel appellieren, einen palästinensischen Staat anzuerkennen. „Ägypten und Jordanien hatten uns 19 Jahre lang besetzt und boten uns nie einen Staat an. Warum sollte Israel uns einen Staat anbieten?“

Bassem bietet einen kreativen Lösungsvorschlag für den israelisch-palästinensischen Konflikt an, indem er vorschlägt, das Westjordanland und Gaza zwischen palästinensischen Stämmen aufzuteilen. „Wir haben bekannte Stämme in Nablus, Hebron und Gaza. Sie können verschiedene Städte regieren und ihre eigenen Gebiete und ihre eigenen Leute. So wird das in Syrien, im Irak und im Jemen geschehen, die ebenfalls zwischen Stämmen aufgeteilt werden. Palästinenser, die Araber aus arabischen Nationen sind, können ebenso auf Stämmen fußen. Lasst uns das als Lösung nehmen – die Gebiete zwischen den Stämmen aufzuteilen. Das ist möglicherweise die einzige Lösung für diesen Konflikt.“